Als ich das erste Mal eine EVP-Session ausprobiert habe, war ich gleichermaßen aufgeregt und skeptisch. Ich hatte gehört, dass man mit einfachen Mitteln Stimmen oder Geräusche aufnehmen kann, die mit bloßem Ohr kaum wahrnehmbar sind – und wollte herausfinden, wie viel davon wirklich zu erklären ist. Was ich gelernt habe: Mit ein bisschen Vorbereitung, dem richtigen Equipment und einer nüchternen Herangehensweise lässt sich das Experimentieren überschaubar und spannend gestalten.
In dieser einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung nehme ich dich mit durch den gesamten Ablauf – von der Auswahl des Aufnahmegeräts über die Vorbereitung des Raums bis hin zur Auswertung der Aufnahmen. Ich schildere, was bei mir gut funktioniert hat, welche Fehler ich gemacht habe und worauf du besonders achten solltest, damit deine Ergebnisse aussagekräftig bleiben.
Wichtig ist mir dabei zwei Dinge: Respekt vor dem Rahmen, in dem du arbeitest, und ein gesunder Grad an Skepsis. EVP kann überraschend sein, aber Tonaufnahmen sind leicht durch Alltagsgeräusche, Technik oder Suggestion beeinflusst. Ich zeige dir, wie du das minimierst, damit du hinterher selbst beurteilen kannst, was aufgenommen wurde.
Wenn du bereit bist, legen wir los – Schritt für Schritt, praktisch und ohne Schnickschnack. Ich begleite dich durch den Prozess, damit du sicher und bewusst experimentieren kannst.
Wie ich eine EVP Session durchführe und dir schritt für Schritt meine besten Methoden, technische Einstellungen und Auswertungsstrategien zeige
Ich beginne immer mit der Ausrüstung, die ich verstehe und der ich vertraue: ein portables Aufnahmegerät mit hohem signal-Rausch-Abstand, ein externes Richtmikrofon und frische Batterien. Für mich hat sich bewährt, sowohl ein digitales Diktiergerät als auch ein Smartphone als Backup parallel laufen zu lassen – so habe ich zwei unabhängige Spuren.
Der Raum wird so vorbereitet, dass er akustisch ruhig ist.Ich schalte störende geräte aus, dichte Fenster, und hänge bei Bedarf Decken an die Wände. Kleine Veränderungen wie das Entfernen eines tickenden Weckers können den Unterschied zwischen einem brauchbaren EVP und nur Rauschen ausmachen.
Bevor ich aufnehme, nehme ich mir einen Moment für die Intention. ich atme tief, formuliere leise, wen oder was ich ansprechen möchte, und frage um respektvolle Kommunikation. Diese ritualisierte Haltung hilft mir, fokussiert zu bleiben und die Session sauber zu strukturieren.
Meine Sessions folgen einem klaren Ablauf, den ich routinemäßig durchlaufe: Ankommen → Intention setzen → Technik-Check → Fragen stellen → Zuhören → Abschluss. Dabei verwende ich einfache Hilfsmittel:
- Stift und Notizblock für Zeitstempel
- Uhr oder Timer für präzise Pausen
- Headset zum Monitoring
Technisch achte ich auf die richtige Positionierung des Mikros: etwa 30-60 cm vom Sprecherplatz entfernt, leicht zur Seite geneigt, um Atem- und Pop-Geräusche zu minimieren. Bei Richtmikros verwende ich einen kleinen Winkel, damit umgebungsgeräusche weniger dominieren.
| Einstellung | Empfohlen |
|---|---|
| Sample-Rate | 48 kHz |
| Bit-tiefe | 24 Bit |
| Format | WAV (uncompressed) |
| Mikrofon-Gain | -12 bis -6 dB (peak) |
Ich nehme bevorzugt im WAV-Format auf, weil verlustfreie Aufnahmen die beste Grundlage für spätere Analyze bieten. MP3-Backups sind okay für schnelle Vergleiche, aber niemals als primäre Quelle.
Während der Aufnahme entscheide ich mich meist für eine kontinuierliche Aufnahme statt vieler kurzer Clips. Das bewahrt Kontext und ermöglicht späteres Herausholen von subtilen Stimmen, die in Pausen auftauchen.Trotzdem setze ich Marker bei bemerkenswerten Momenten.
Bei den Fragen halte ich sie kurz, offen und präzise: „Wer ist hier?“, „Wie heißt du?“, „Kannst du laut genug sprechen, dass ich dich verstehen kann?“ Danach lasse ich immer 10-20 Sekunden Stille für mögliche Antworten. Die Pausen sind oft entscheidend.
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Ich mache mehrere Durchgänge pro Frage: einmal normal, einmal mit langsamer Sprechweise und einmal geflüstert. So erkenne ich besser, ob ein Signal konsistent auftritt oder nur einmalig zufällig entstand.
Monitoring ist mir wichtig. Ich trage Kopfhörer während der Aufnahme, um sofort Störungen zu erkennen. Wenn ich etwas Interessantes höre, setze ich eine Zeitmarke – das spart später Stunden beim Durchhören.
Sobald die Aufnahme beendet ist,sichere ich die Rohdateien sofort auf zwei Geräten und vergebe klare Dateinamen mit Datum,Ort und kurzen Stichworten. Gute Metadaten erhöhen die Wiederauffindbarkeit und sind auch SEO-vorteilhaft, falls du Ergebnisse online stellst.
Die erste Auswertung mache ich mit Kopfhörern bei ruhiger Umgebung. Ich höre in normaler und veränderter Geschwindigkeit, probeweise invertiere ich gelegentlich die Wiedergabe oder spiele Teile rückwärts – nicht weil Geister immer rückwärts sprechen, sondern um Artefakte besser zu identifizieren.
Für die technische Analyse verwende ich Audacity und gelegentlich spezialisierte Tools für Spektralanalyse. Meine Standard-Schritte: Rauschprofil erstellen → Rauschunterdrückung dezent anwenden → leichtes Anheben der Präsenz (2-4 kHz) → minimale Kompression. Übermäßige Bearbeitung kann jedoch Pseudowahrnehmungen erzeugen.
Wenn ich ein mögliches EVP finde, bewerte ich es nach mehreren Kriterien: Verständlichkeit, Klarheit, Kontextbezug, Wiederholbarkeit und Unabhängigkeit vom Equipment. Ich lasse die Audiodatei auch von einer anderen Person anhören, möglichst ohne Kontext, um subjektive Interpretationen zu reduzieren.
Ich dokumentiere jedes Fundstück: Zeitstempel,Rohdateiname,verarbeitete Version,Transkript (wortwörtlich),meine Einschätzung der Verständlichkeit (hoch/mittel/niedrig) und mögliche Erklärungen (z. B. luftzug, Verkehr, technische Störquelle).
Bevor ich etwas veröffentliche oder in einer Gruppe teile, führe ich eine einfache Blind-Testsitzung durch. Ich lasse mehrere Hörer nacheinander dasselbe kurze Segment bewerten,ohne ihnen meinen Eindruck zu verraten. Konsens stärkt die Glaubwürdigkeit.
Zum Schluss noch ein paar praktische Punkte,die sich über die Zeit bewährt haben: bleibe respektvoll,verliere Geduld nicht,und halte deine Geräte regelmäßig gewartet. Eine kleine Checkliste hilft mir immer:
- Batterien prüfen
- Rohdateien sichern
- Zeitstempel notieren
- Blind-Bewertungen durchführen
Fragen & Antworten
Wie bereite ich Raum und Umgebung vor, bevor ich eine EVP-session durchführe?
Ich suche mir einen ruhigen Raum ohne laufende Geräte, schließe Fenster und Türen und notiere Uhrzeit, Datum und Wetter. Ich schalte alle elektrischen Störquellen aus (Funkgeräte, WLAN-Router, Kühlschrank) oder entferne sie so weit wie möglich aus dem Raum. Wenn du mit anderen zusammenarbeitest, klärt vorher, wer wann spricht und wer still bleibt – kurze Absprache reduziert versehentliche Geräusche.
Welche Aufnahmegeräte und Einstellungen verwende ich am besten für eine EVP-Session?
Ich nutze mindestens zwei Aufnahmequellen gleichzeitig: ein digitales Aufnahmegerät (WAV, 44.1-48 kHz, 16/24 Bit) und ein Smartphone als Backup. Ein externes Mikrofon mit richtcharakteristik hilft,Störgeräusche zu minimieren. Wichtig ist eine konstante Pegelkontrolle: vorher Testaufnahme machen, damit nichts übersteuert und nichts zu leise ist.
Wie sieht bei mir ein typischer Ablauf einer EVP-Session aus?
Ich beginne mit einer Drei-Minuten-„Raumton“-Aufnahme ohne Gespräch, dann stelle ich mich kurz vor und nenne Datum und Uhrzeit laut auf der Aufnahme. Ich stelle klare, kurze Fragen und lasse nach jeder Frage mindestens 10-30 sekunden Stille für mögliche Antworten. Nach der Session mache ich wieder mehrere Minuten Raumton-Aufnahmen und notiere sofort meine Eindrücke in einem Session-Log.
Wie formuliere ich Fragen, damit die Chancen auf deutliche EVP-Antworten steigen?
Ich frage präzise, vermeide lange monologe und benutze einfache Ja-/Nein- oder Ein-wort-Fragen, wenn ich konkrete Antworten erwarte. Statt „warum bist du hier?“ frage ich eher „Wie heißt du?“ oder „Warst du früher in diesem Haus?“ und lasse große Pausen. Ich vermeide suggestive Formulierungen, damit ich mir später nicht selbst etwas einbilde.
Wie unterscheide ich echte EVP von normalen Hintergrundgeräuschen oder Pareidolie?
Ich vergleiche die Passage mit den Raumton-Aufnahmen und mit den Backups: echtes EVP erscheint auf zwei unabhängigen Geräten und ist nicht im reinen Grundrauschen.Ich höre das fragliche Ereignis mehrfach in unterschiedlichen Abspielgeschwindigkeiten und mit Kopfhörern; wenn es nur bei einer Abspielgeschwindigkeit oder nach Verstärkung entsteht, bin ich skeptisch. Wichtig ist,dass ich systematisch arbeite und nicht nur das höre,was ich hören will.
Wie analysiere und dokumentiere ich EVP-Aufnahmen richtig?
Ich markiere Zeitstempel im Log, exportiere die relevanten WAV-ausschnitte und schreibe eine kurze Beschreibung (Gerät, Pegel, Umgebungsbedingungen). Ich nutze einfache Audiobearbeitungsprogramme für Filterung und Spektralanalyse, achte aber darauf, Bearbeitungen zu protokollieren – damit später nachvollziehbar ist, was verändert wurde. Wenn möglich, lasse eine unbeteiligte Person die Clips ohne Kontext anhören, um subjektive Verzerrungen zu reduzieren.
Was mache ich, wenn die Session emotional aufwühlend oder beängstigend wird?
Ich unterbreche die Session sofort, atme bewusst und spreche kurz mit der Begleitung oder einer vertrauten Person. Ich setze klare Grenzen: Wenn du dich unwohl fühlst, musst du nicht weitermachen. Nach einer intensiven Erfahrung mache ich eine gründliche Nachbesprechung, notiere Gefühle und, wenn nötig, suche ich professionelle Hilfe – EVP-arbeit kann unerwartet belastend sein.
Welche Fehler vermeide ich häufig bei EVP-Sessions?
Ich vermeide zu laute Verstärkung,zu kurze Pausen zwischen Fragen,unklare Referenzaufnahmen und allein durchgeführte Sessions,wenn ich mich dabei unsicher fühle.Viele falsche „Funde“ entstehen, weil Aufnahmebedingungen nicht dokumentiert sind oder nur ein Gerät genutzt wurde. Ich bin streng mit eigener Selbstkritik und dokumentiere alles transparent.
Verkauft ihr Ausrüstung oder bietet ihr geführte Sessions an?
Ich berate dich ausschließlich anhand meiner Erfahrung und empfehle Geräte sowie Vorgehensweisen, aber wir verkaufen keine eigenen Produkte und bieten keine kommerziellen Sessions an. Wenn du konkrete Geräteempfehlungen brauchst, nenne ich Modelle, die sich bewährt haben, damit du unabhängig einkaufen kannst.
Fazit
Zum Schluss: EVP-Sessions brauchen mehr Geduld und Sorgfalt, als man am Anfang denkt. Aus meiner Erfahrung hilft dir eine gute Vorbereitung (ruhiger Ort, zuverlässige Aufnahmetechnik, klare Fragestellungen) am meisten - und vor allem eine gesunde Portion Skepsis bei der auswertung.Nimm dir Zeit, dokumentiere alles genau und behandle den raum und mögliche Stimmen respektvoll. Erwartest du sofort dramatische Ergebnisse, bist du oft enttäuscht; bleib offen, lern aus jeder Session und verbessere Schritt für Schritt deine technik. Wenn du dranbleibst, wirst du mit der Zeit feiner unterscheiden können, was echt klingt und was Einbildung oder Störgeräusch ist. Wenn du magst, erzähl mir gern von deinen Ergebnissen oder Fragen – ich teile gern meine Erfahrungen und Tipps mit dir. Viel Erfolg und sichere aufnahmen!