Als ich das erste Mal ein elektromagnetisches Feldmessgerät in die Hand nahm, war ich überrascht, wie einfach sich damit Alltagssituationen überprüfen lassen.Plötzlich konnte ich die sonst unsichtbaren Felder von Steckdosen, WLAN-Routern oder der Straßenbahn messen und verstehen, woher bestimmte Störungen oder ein ungutes Gefühl im Bauch kommen. Genau das möchte ich dir in diesem Artikel zeigen: wie du elektromagnetische Felder selbst einfach und sicher misst – ganz ohne technikstudium.
Ich erkläre dir aus eigener Erfahrung, welche Geräte es gibt (z. B. für Magnetfelder, für elektrische Felder oder für hochfrequente Strahlung), worauf du beim Kauf achten solltest und wie du Messungen richtig durchführst, damit die Werte aussagekräftig sind. Schritt für Schritt zeige ich dir einfache Messmethoden, typische Fehlerquellen und wie du die Ergebnisse interpretierst - inklusive praktischer Tipps, wie du Belastungen im Alltag reduzieren kannst.
Wenn du also wissen willst,was um dich herum an unsichtbarer Energie passiert und wie du das selbst prüfen kannst,bleib dran. Ich begleite dich durch die wichtigsten Grundlagen und gebe dir praxisnahe Anleitungen, damit du schnell verlässliche Messwerte bekommst.
Wie ich mit einem elektromagnetischen Feldmessgerät zuhause niederfrequente Magnetfelder und hochfrequente strahlung messe, welche Geräte und Einstellungen ich empfehle, wie du Messwerte praktisch interpretierst und welche konkreten Gegenmaßnahmen ich vorschlage
Wenn ich zuhause elektromagnetische felder messe, habe ich zwei klare Missionen: erstens niederfrequente Magnetfelder (ELF, 50/60 Hz) sichtbar machen, zweitens hochfrequente Strahlung (RF, Wi‑Fi, Mobilfunk etc.) einordnen. Dazu nutze ich immer ein Duo aus einem **Gauss-/Magnetfeldmesser** und einem **breitbandigen HF‑/EMF‑Meter** – weil beide Welten völlig unterschiedliche Messprinzipien und Einheiten haben.
Für niederfrequente Felder empfehle ich ein dreiachsiges Gaussmeter (auch Magnetometer genannt). Ich nutze Modelle mit Anzeige in nT/µT und einer Frequenzgewichtung um 50 hz. Gute Konsumentenmodelle: Trifield TF2 (für ELF gut geeignet) oder spezielle Gaussmeter von Extech/Tenmars. Wichtig ist: **dreiachsig** messen,sonst unterschätzt du Werte,und in µT bzw. nT anzeigen lassen.
Für hochfrequente Strahlung verwende ich ein breitbandiges RF‑Messgerät plus ein kleines Richtungsmessgerät (z. B. Acoustimeter oder Cornet ED88T/ gigahertz Solutions HF‑Geräte). Breitbandgeräte zeigen dir die Gesamtbelastung (µW/m² oder V/m), ein Richtungsmessgerät hilft beim Auffinden der Quelle.
Praktische Einstellungen, die ich stets anwende: beim Gaussmeter auf 50/60 Hz fokussieren, auf dreiachsigen Modus; beim RF‑Meter starte ich mit Breitband (fast alle Frequenzen) und wechsle dann auf peak/Hold und, falls vorhanden, auf Spektrum oder Frequenz‑Zonen, um Wi‑Fi (2,4/5 GHz), DECT (~1,9 GHz) und Mobilfunkbänder zu separieren.
Meine Messroutine sieht so aus: erst grob durch den Raum scannen (Fenster, Ecken, Betten), dann Rastermessungen in Schulter‑ bis Kopfhöhe durchführen (ca. 1-1,5 m), anschließend detailliert am Schlafplatz und in der Nähe von Geräten messen (10 cm, 30 cm, 1 m). Ich dokumentiere jeweils Ort, Abstand, Gerätestatus (an/aus) und Peak/AVG.
Beim Messen achte ich auf zwei Wertearten: **Spitzenwerte (Peak)** und **zeitlich gemittelte Werte (Average)**. Peaks zeigen kurzzeitige Belastungen (z. B. WLAN‑Burst, Handy‑Upload), Average zeigt Dauerbelastung (z. B. Router‑Broadcast). Beide sind relevant – Peaks für Aufspürarbeit,Average für langfristige Belastungseinschätzung.
Zur Interpretation nutze ich praktische orientierungswerte (Baubiologie‑nah): für ELF (Magnetfelder)
- < 0,1 µT – gut / unkritisch
- 0,1-0,5 µT – moderat / prüfen
- > 0,5 µT – hoch / Gegenmaßnahmen empfohlen
Und für HF/EMF gebe ich dir Rechenhilfen in µW/m²:
- < 0,1 µW/m² – sehr niedrig
- 0,1-1 µW/m² – niedrig
- 1-10 µW/m² – moderat
- > 10 µW/m² – hoch; genauer nach Frequenz und Quelle schauen
Diese werte sind **Orientierungen**, keine festen Gesundheitsgrenzen. Sie helfen mir, Prioritäten zu setzen: Schlafraum, Kinderzimmer und langfristig genutzte Arbeitsplätze bekommen bei mir die größten Verbesserungen.
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Konkretes Vorgehen beim Messen von Geräten: Ich messe immer zwei Zustände – Gerät ein und Gerät aus.Beispiel: beim Router messe ich direkt neben dem gerät (10-30 cm),in 1 m und am Bett. Wenn das Abschalten des Routers den Wert deutlich senkt,ist die Ursache klar und die Lösung oft simpel.
Bei Steckdosenleisten, Transformatoren und Dimmern messe ich in 10-30 cm Abstand; oft zeigen sich hier sehr hohe Magnetfelder. Für solche Fälle gilt: **Abstand erhöht sich, Feld sinkt stark** – schon wenige Zentimeter Entfernung helfen oft enorm.
Für hochfrequente Quellen achte ich besonders auf Richtungssuche: mit Peak/Hold und drehendem Gerät findest du schnell das stärkste Sender‑Signal. handys, babyphones und Nachbars WLAN sind typische Überraschungsquellen, die in Messungen oft übersehen werden.
Wenn du eine grafische Übersicht möchtest, habe ich mir einen kleinen Vergleichstisch gebaut, den ich oft zur Entscheidungshilfe benutze:
| Gerättyp | Typische Einheit | Praxis‑Einstellung |
|---|---|---|
| Gaussmeter (ELF) | µT / nT | 3‑Achsen, 50 Hz Filter |
| Breitband RF‑Meter | µW/m² oder V/m | Breitband + Peak/Hold |
| Spektrumanalysator / Richtmeter | Freq. spezifisch | Spektrum, Frequenzbänder |
Konkrete Gegenmaßnahmen, die ich nutze und empfehle:
- Mehr Abstand: Geräte nicht neben dem Bett platzieren.
- Router nachts abschalten oder Sleeptimer nutzen; WLAN im 2,4/5 GHz‑Modus reduzieren,wenn möglich nur nachts aus.
- Ethernet statt WLAN: Ich ziehe Kabel vor, besonders für desktop‑PC und Smart‑TV.
- DECT‑telefone durch kabelgebundene Telefone ersetzen oder ECO‑Mode aktivieren.
Bei magnetischen Belastungen helfen oft: lage des Bettes verändern (selten hilft Abschirmung),elektrische Leitungen und Schaltkreise vom Bett wegführen lassen (Electrician‑Check). Falls das Problem ein Nachbartrafo oder eine Hochspannungsleitung ist, spreche ich zuerst mit Fachleuten und dem Netzbetreiber.
Wenn Abschirmmaßnahmen nötig sind, gehe ich Schrittweise vor: zuerst Quellen eliminieren oder verlagern, dann Abschirmung prüfen (vorzugsweise lokal: z. B. Abschirmstoffe für Fenster/Vorhänge, metallbeschichtete Farbe nur als letzte Maßnahme). Ich dokumentiere Vorher/Nachher‑Messungen, damit jede Maßnahme messbar ist.
Zum Schluss ein Tipp aus Erfahrung: Messtools können verwirren. Ich empfehle, Messungen zu wiederholen (verschiedene Tageszeiten, Gerätezustände) und Ergebnisse schriftlich zu protokollieren. So siehst du Muster und triffst gezielte, kosteneffiziente Entscheidungen – und vermeidest teure, unnötige Eingriffe.
Fragen & Antworten
Wie messe ich mit einem elektromagnetischen Feldmessgerät in meiner Wohnung korrekt?
Ich gehe so vor: Zuerst stelle ich sicher, dass das Messgerät für die frequenzbereiche geeignet ist, die mich interessieren (Niederfrequenz 50/60 Hz vs. Hochfrequenz wie WLAN/Mobilfunk). ich messe an mehreren Stellen (Schlafzimmer, Schreibtisch, Steckdosenleiste) und notiere Abstand und Ausrichtung. Wenn du ein eindimensionales Gerät hast, drehe es in drei Achsen und berechne die Vektorsumme; besser sind Dreiachsen-Messgeräte (tri-axial), die den Betrag automatisch liefern. achte außerdem auf Peak- und RMS-Anzeige und messe sowohl ruhende als auch während Belastung (z. B.eingeschalteter Mikrowelle) – in meiner Erfahrung verändern sich Werte stark je nach nutzung.
Worin unterscheiden sich elektrische und magnetische Felder, und wie erkenne ich sie mit dem Messgerät?
Elektrische Felder (V/m) entstehen vor allem durch Spannung (z. B. stromführende Leitungen, schlecht abgeschirmte Kabel), magnetische Felder (µT oder mG) durch fließenden Strom (z. B. Netzleitungen,Transformatoren,Motoren). Mein Tipp: Schalte zur Kontrolle Geräte oder Sicherungen aus; wenn der Wert stark abfällt, war es wahrscheinlich ein magnetisches Feld. Viele Messgeräte zeigen beide Feldarten getrennt an – miss also beide, denn die Abwehrmaßnahmen unterscheiden sich.
Welche Werte sind „normal“ und ab wann sollte ich reagieren?
In meinen Messungen liegen Hintergrundwerte in Wohnungen oft unter 0,1 µT (1 µT = 10 mG). Werte über etwa 0,2-0,3 µT sind erhöht und sollten näher untersucht werden (z. B. nahe Netzleitungen, Zählerkästen).Rechtliche Grenzwerte für akute Einwirkung sind deutlich höher und komplex; wenn du rechtssichere Bewertungen brauchst, wende dich an Behörden oder Sachverständige.Als Ratgeberportal empfehle ich: erhöhte Werte prüfen,Quelle lokalisieren und Abstand schaffen.
Kann ich mit einem elektromagnetischen Feldmessgerät WLAN- und Mobilfunksignale sinnvoll vergleichen?
Ja, aber mit Einschränkungen: WLAN und Mobilfunk sind Hochfrequenzfelder und werden in V/m oder W/m² gemessen; sie haben ein anderes Verhalten als Niederfrequenzfelder. Ich messe HF-Felder getrennt und achte auf die Spektralbandanzeige, wenn das gerät sie hat. Zum Vergleich misst du jeweils in gleicher Entfernung und unter ähnlicher Nutzung (z. B. aktive Verbindung, streaming). Beachte: HF-Felder schwanken je nach Datenlast und Netzauslastung – daher mehrere Messungen zu verschiedenen Zeiten machen.
Sind Smartphone-Apps als elektromagnetisches Feldmessgerät ausreichend?
Aus meiner Erfahrung sind Apps nur für grobe Orientierung geeignet. Sie nutzen eingebaute sensoren und sind meist nicht kalibriert – starke felder können zwar erkannt werden,aber genaue Werte fehlen. Wenn du fundierte Messwerte brauchst (z. B. zum Abgleich mit Empfehlungen oder zur Ursachenforschung), empfehle ich ein dediziertes, kalibriertes Messgerät. Als Ratgeberportal weisen wir darauf hin, dass wir selbst keine Geräte verkaufen.
wie finde ich die genaue Quelle, wenn das Messgerät hohe Werte anzeigt?
Ich arbeite schrittweise: Zuerst schalte einzelne Verbraucher aus (Sicherung, Zählerkasten, Geräte), um grobe Kategorien auszuschließen. Dann untersuche die Linie entlang der Wand, messe in verschiedenen Höhen und Abständen. Netztransformatoren,Stromverteiler,falsch verlegte Verbraucherleitungen und große elektrogeräte sind häufige Verursacher. Wenn du die Quelle nicht sicher identifizieren kannst, kann ein Elektroinstallateur oder Messprofi weiterhelfen.
Welche Schutz- oder Minderungsmaßnahmen funktionieren wirklich?
Aus meiner Praxis: Abstand ist die effektivste Maßnahme – magnetische und elektrische Felder sinken mit wachsendem Abstand deutlich. Für elektrische Felder helfen leitfähige Abschirmungen (z. B. geerdete Metallbleche),für magnetische Felder ist Abschirmung aufwendiger und oft nur mit speziellen Materialien oder konstruktiven Änderungen möglich. Auch Veränderungen in der Verkabelung (z. B.symmetrische Verlegung, besserer Erdungsanschluss) können helfen; das sollte ein Fachbetrieb durchführen. Ich empfehle immer zuerst Abstand, danach konstruktive Maßnahmen durch Fachleute prüfen zu lassen.
Wie oft sollte ich mein elektromagnetisches Feldmessgerät kalibrieren und pflegen?
Ich lasse Geräte, die ich für Entscheidungsfindung nutze, regelmäßig prüfen – typischerweise alle 1-2 Jahre oder nach einem Stoß/feuchter Lagerung. Reinige das Gerät mit trockenem Tuch,vermeide starke Temperaturschwankungen und lagere es in der Transportbox. Für rechtssichere Messungen ist eine rückführbare Kalibrierung bei einem akkreditierten Labor empfehlenswert.
Benötige ich besondere Qualifikation oder Schutzmaßnahmen, um Messungen durchzuführen?
Für einfache Sichtmessungen in der Wohnung brauchst du in der Regel keine spezielle Ausbildung, wohl aber Sachverstand beim Interpretieren der Werte. bei sehr hohen Werten, komplexen Installationen (z. B. Industrieanlagen) oder wenn rechtliche Schritte geplant sind, solltest du einen zertifizierten Messtechniker oder Elektriker hinzuziehen. Schütze dich praktisch: Schalte nach Möglichkeit Geräte aus, miss nicht in elektrischen Schaltkästen, wenn du nicht qualifiziert bist, und kontaktiere Fachleute bei Unsicherheit.
Hinweis: Ich betreibe dieses Portal als Ratgeber – wir verkaufen keine eigenen Produkte. Wenn du konkrete Produkte brauchst,kann ich dir helfen,Kaufkriterien zu verstehen oder dich an unabhängige Testberichte und Prüfstellen verweisen.
Fazit
Zum Schluss: Meine Erfahrung mit dem elektromagnetischen Feldmessgerät hat mir gezeigt, dass messen gar nicht kompliziert sein muss. Mit ein paar einfachen Schritten – Gerät einschalten, langsam durch den Raum gehen, an verschiedenen Höhen messen und Werte notieren - bekommst du schnell ein realistisches Bild von den Feldern in deiner Umgebung. Wichtig ist, geduldig zu sein und mehrere Messpunkte sowie unterschiedliche Zeiten (Tag/Nacht, Gerät ein/aus) zu vergleichen.
Wenn du hohe Werte entdeckst, musst du nicht sofort in panik geraten. Oft lassen sich Quellen wie WLAN-Router, Mikrowellen oder Elektrogeräte relativ leicht identifizieren und durch Abstand, Abschirmung oder Umstellung reduzieren. Bei Unsicherheit oder sehr ungewöhnlichen Messwerten lohnt es sich, Expertinnen und Experten oder die zuständigen Behörden zu Rate zu ziehen.
Achte außerdem darauf, dein Messgerät regelmäßig zu prüfen (Batterie, Kalibrierung) und die Bedienungsanleitung zu lesen – je nach gerät können sich Messmodus und Anzeige unterscheiden. Dokumentiere deine Messungen, dann kannst du Veränderungen im Zeitverlauf besser erkennen und gezielt reagieren.
Viel Erfolg beim Ausprobieren - ich fand es überraschend aufschlussreich,wie sichtbar sonst unsichtbare felder werden. Wenn du magst, berichte gern von deinen Messergebnissen oder Fragen – ich antworte gerne und bin gespannt, was du herausfindest.
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