Als ich das erste Mal bewusst an einer Geisterbeschwörung teilnahm, war ich neugierig – und ziemlich unvorbereitet. Ich habe schnell gemerkt, dass solche Situationen intensiver werden können, als man denkt: Stimmung, Emotionen und die Erwartungshaltung aller anwesenden verändern das Geschehen. Aus ein paar unangenehmen Erfahrungen und vielen Recherchen entstand für mich ein klarer Leitfaden: Man kann vorbeugen und sich schützen, so dass sich nicht einfach „negative Energien“ ausbreiten oder dich unerwartet mitreißen.
In diesem Artikel teile ich aus meiner eigenen Praxis und mit pragmatischer Sicht, welche Schutzmaßnahmen wirklich helfen - von innerer vorbereitung und klaren Regeln über Raumreinigung und Erdung bis hin zu einfachen, sofort anwendbaren Techniken, die du alleine oder in der Gruppe benutzen kannst. Ich will keine esoterischen Mythen reproduzieren,sondern dir praktikable Schritte geben,mit denen du sicherer und souveräner an solchen Ritualen teilnehmen oder sie leiten kannst. Wenn du also wissen willst, wie du dich und andere vor unerwünschten energetischen Einflüssen schützt, dann begleite mich – ich erzähle dir, was bei mir funktioniert hat und worauf du achten solltest.
Warum ich vor der Beschwörung zuerst mich selbst schütze und wie du deine Aura schnell klärst
Bevor ich einen Raum öffne oder eine stimme rufe, schütze ich mich zuerst – nicht aus Aberglaube, sondern weil ich weiß, dass ich in diesen Momenten das empfindlichste Instrument bin. Wenn meine Energie ungeklärt ist,kann jede Beschwörung unvorhersehbar werden.
Ich habe gelernt, dass negative Energien oft nicht “von außen“ kommen, sondern an meine ungelösten Gefühle andocken. Deshalb ist es für mich logisch: Klare Aura = klarer Kontakt. Du willst ja keine fremden Muster an dich binden.
Praktisch heißt das: ich kontrolliere zuerst meinen inneren Zustand. Nur so stelle ich sicher,dass ich nichts Ungewolltes hineinproji- ziere oder nach der Sitzung mit unerwünschten Eindrücken nach Hause gehe.
Ein kurzer Aura-Check von fünf Minuten kann die ganze Dynamik einer Beschwörung verändern. Du spürst meistens sofort,ob du sauber bist oder ob da noch „Kletten“ hängen,die entfernt werden sollten.
Meine Basistechnik zum Erdung: Ich stelle mich barfuß auf den Boden, atme tief durch und stelle mir Wurzeln vor, die aus meinen Füßen in die Erde wachsen. Fünf tiefe Atemzüge reichen oft, damit ich wieder stabil bin.
Beim Atmen nutze ich oft die einfache Box-Atemtechnik: vier Sekunden einatmen, vier halten, vier ausatmen, vier halten.Das beruhigt das Nervensystem und bringt meine Gedanken in Ordnung – ideal vor einer Beschwörung.
Smudging ist bei mir Standard: ein kurzer Rauchzyklus mit Salbei oder Palo Santo reicht. Ich ziehe den Rauch bewusst an meinen Körper vorbei – von den Füßen bis zum Scheitel – und erkläre dabei innerlich,welche Energie ich nicht mehr haben möchte.
Salz kommt bei mir immer dann zum Einsatz, wenn ich das Gefühl habe, etwas muss körperlich abgegrenzt werden. Ein kleines Schälchen mit Meersalz neben mir oder eine schnelle fußwäsche mit salzigem Wasser funktionieren als sofortiger Schutz.
Die Visualisierung einer schützenden Lichtkugel ist meine schnellste Methode, wenn ich wenig Zeit habe. Ich stelle mir ein dichtes, goldenes oder weißes Licht vor, das sich in wenigen Sekunden um mich schließt und alles Fremde abhält.
Ton ist ein unterschätztes Werkzeug. Ein kurzer Gong, eine klangschale oder sogar kräftiges Summen durch die Brust verändert sofort die Frequenz meiner Aura und löst klebrige Eindrücke.
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Ich arbeite gern mit zwei Kristallen: Schwarzer Turmalin für Erdung und Schutz in der linken Hand, klarer Quarz in der rechten zur Reinigung. Du kannst sie kurz anatmen und anschließend nahe am Körper platzieren.
Bevor ich jemanden wirklich loslasse, mache ich eine schnelle Seilschneide-Visualisierung: Ich stelle mir energetische Schnüre vor, die mich mit Altem verbinden, und schneide sie mit einer goldenen Schere durch. Das ist sauber und effizient.
Wenn du schnell handeln musst, mache diese drei Dinge in Reihenfolge:
- Sprich eine kurze Schutzformel oder Mantra.
- Visualisiere das Licht von oben, das dich durchströmt.
- Sende mit der Handwelle alle dunklen Anhaftungen weg.
diese Mini-Routine hat mir oft schon einen schlechten Verlauf verhindert.
Praktische Schutzsätze, die ich benutze: „Nur das Beste darf eintreten, alles andere geht zurück.“ oder „Ich bin sicher, geerdet und klar.“ Sprich sie laut oder innerlich – sie setzen die Absicht.
Wenn du wenig Zeit hast, mache diese fünf-Minuten-Abfolge vor jeder Beschwörung:
- 30 Sekunden Erdung (Barfuß, Wurzeln visualisieren)
- 60 Sekunden Boxatmung
- 60 Sekunden Lichtkugel-Visualisierung
- 30 Sekunden Smudging über dem Kopf (optional)
- 60 Sekunden kurzes Schutzmantra
Das ist ein kompaktes Protokoll, das ich täglich anwende.
| Methode | Dauer | Wirkung |
|---|---|---|
| Boxatmung | 1-2 Min. | Beruhigt & klärt |
| Salzfußbad | 5-10 Min. | Abschirmend & erdend |
| Visualisierung Licht | 30-60 sek. | Schnelle Reinheit |
Nach der beschwörung mache ich immer noch eine nachreinigung: ein kurzes Hinausschicken aller Eindrücke mit einem lauten Klang, eine kleine Tasse Kräutertee und das Entfernen der Ritualgegenstände. So halte ich meine Aura länger sauber – und du solltest das auch tun.
Fragen & Antworten
Wie kann man im Vorfeld prüfen, ob eine Geisterbeschwörung überhaupt ratsam ist?
Ich halte es für wichtig, zuerst ehrlich mit dir selbst zu sein: Warum willst du die Beschwörung durchführen? Aus meiner Erfahrung sollte eine solche Absicht klar, respektvoll und nicht aus Sensationsgier erfolgen. Ich frage mich auch, ob alle Beteiligten emotional stabil sind und ob es eine klare Grenze, Zustimmung und einen Plan für den Notfall gibt. Wenn du Zweifel oder andauernde Angst spürst, rate ich dazu, davon abzusehen oder professionelle Hilfe (psychologisch oder spirituell erfahrene Personen) zu suchen.
Welche Schutzrituale haben sich bei mir als zuverlässig erwiesen, ohne dass ich zu viel esoterischen Schnickschnack brauche?
Ich arbeite gerne mit einfachen, bewusst ausgeführten Maßnahmen: einen geschützten Kreis ziehen (symbolisch mit Kreide oder einem Seil), eine klare Absicht formulieren, ein Licht (kerze) anzünden und mit tiefer Atmung zentrieren. Für mich wirken auch eine kleine Schale mit Wasser und etwas Salz sowie ein kurzes, lautes Läuten einer Glocke zur Abgrenzung. diese Dinge helfen mir,den Rahmen zu setzen – aber sie ersetzen nicht Achtsamkeit und klare Regeln.
Wie kann ich während der Beschwörung negative Energien erkennen, bevor sie außer Kontrolle geraten?
Ich achte auf körperliche Signale: plötzliche Übelkeit, Schwindel, Kälte, Zähneknirschen, starke Panik oder die Instanz von verwirrung im Kreis sind Warnzeichen. Stimmungsschwankungen, aggressives Verhalten oder unerklärliche Kältezonen im Raum beobachte ich ebenfalls genau. Sobald solche Anzeichen auftreten, unterbreche ich die Sitzung sofort und arbeite an einer klaren Beendigung und reinigung.
Welche Regeln sollte ich mit allen Teilnehmenden vorher vereinbaren,damit nichts Unkontrolliertes geschieht?
bei mir gehören klare Regeln zwingend dazu: kein Alkohol oder Drogen,keine Provokationen gegenüber Erscheinungen,sofortiges Benennen von Angst oder Unwohlsein,einer Person die Entscheidungsgewalt geben (Moderator/Moderatorin),und ein Codewort,mit dem jeder die Sitzung sofort beenden kann. Alle müssen aktiv zustimmen und wissen, wie das Ritual beendet wird.
Gibt es papierne oder materielle Schutzmittel,die ich bedenkenlos einsetzen kann?
Ich nutze gern einfache Dinge: eine kleine Schale mit geweihtem oder gesegnetem Wasser,ungesalzenes Meersalz zum Begrenzen (vorsichtig in Innenräumen) und eine zuckerfreie Kerze für Klarheit. Ich vermeide teure oder exotische „Wundermittel“ und betone: Das Hauptinstrument ist deine klare absicht und Achtsamkeit. Als beratungsportal verkaufen wir keine Produkte und empfehle,nichts zu verwenden,was du nicht vorher geprüft hast (z. B.wegen Allergien oder Brandgefahr).
Wie beende ich die Beschwörung, damit keine „Reste“ von negativer Energie zurückbleiben?
Ich verabschiede mich deutlich und laut, danke der Anwesenheit (oder beende den Dialog), schließe den Kreis physisch oder symbolisch (z. B. mit einem Schritt über die Linie) und lösche das Licht nicht einfach, sondern blase die Kerze aus als Zeichen des Abschlusses. Danach reinige ich den Raum mit frischer Luftzufuhr, wische Oberflächen und streue an kritischen Punkten etwas Salz.Abschließend erde ich mich: Trinken, etwas essen, barfuß gehen – das hilft mir, wieder geerdet zu sein.
Was kann ich tun, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sich jemand in der Gruppe unwohl oder „bezogen“ fühlt?
Ich unterbreche die Sitzung sofort, entferne die betroffene Person aus dem Raum an einen sicheren, heller- und wärmeren Ort und lasse sie sich hinsetzen.Dann führe ich einfache erdungsübungen durch (Atmen, Wasser trinken, Hände reiben) und biete an, die Situation mit einer neutralen, erfahrenen Drittperson zu besprechen. Wenn sich die Person nicht stabilisiert, empfehle ich, professionelle hilfe in Anspruch zu nehmen.
Wie wichtig ist die psychische verfassung der Teilnehmenden – und wie prüfe ich das vorher?
Sehr wichtig. Ich frage direkt und freundlich nach vorherigen Erfahrungen mit ähnlichen Sitzungen, aktuellen traumata, psychischen diagnosen oder ausgeprägter Suggestibilität. Wenn jemand momentan starken emotionalen Stress hat, Medikamente wechselt oder anfällig für Halluzinationen ist, lasse ich die Person nicht teilnehmen. Das ist weder diskriminierend noch verurteilend – es ist eine Sicherheitsmaßnahme.
Kann Musik, Sprache oder Technologie negative Energien anziehen - und wie setzte ich sie sicher ein?
Ja, bei mir haben laute, verzerrte Klänge oder unterbewusste Suggestionen schon Spannungen erzeugt. Ich vermeide deshalb monotone, hypnotische Klänge ohne klare Struktur und benutze stattdessen ruhige, natürliche Klänge oder schlicht Stille. Bei elektronischen Geräten achte ich darauf, dass sie keine unkontrollierten Geräusche erzeugen und dass niemand heimlich aufnimmt oder manipuliert – transparenz ist hier entscheidend.
Was mache ich, wenn ich nach einer Beschwörung das Gefühl habe, etwas Negatives hätte sich dennoch festgesetzt?
Ich handle sofort: Raumreinigung (Lüften, Reinigen, Salzränder erneuern), laut aussprechen, dass die Sitzung beendet ist, und wiederholen der Abschiedsformel. dann kümmere ich mich um mich selbst: Freunde informieren, schlafen, gesunde Nahrung. Wenn die Anzeichen anhalten (Schlafstörungen, Angst, körperliche Symptome), hole ich mir professionelle unterstützung – sei es ärztlich, psychologisch oder von erfahrenen spirituellen Betreuern. Nochmal: Wir sind ein reines Beratungsportal und verkaufen nichts; bei ernsthaften Problemen ist ein Fachkontakt ratsam.
Wenn du magst, schreibe mir kurz, welche konkrete Vorsichtsmaßnahme du planst – dann schildere ich aus meiner erfahrung, worauf du besonders achten solltest.
Fazit
Zum Abschluss: Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen,dass Schutz kein einmaliger trick,sondern eine Haltung ist.Bereite den Raum bewusst vor,setze klare Intentionen,arbeite mit Schutzkreisen oder -symbolen und sorge dafür,dass du mental und körperlich geerdet bist. kleine Hilfsmittel wie Salz, Räucherwerk oder ein schlichtes Gebet/Mantra können zusätzlich Sicherheit geben – wichtiger aber ist, dass du deine eigenen Grenzen kennst und respektierst. Wenn etwas sich falsch anfühlt, brich die Sitzung ab, reinige den Raum danach und nimm dir Zeit zum Nachspüren.
Ich habe gelernt, dass Wissen, Respekt und Demut vor dem Unbekannten der beste Schutz sind. Informiere dich, übe mit Bedacht und such dir im Zweifel erfahrene Begleitung. Und denk daran: Deine Intuition ist ein zuverlässiger Schutzmechanismus – vertraue ihr. Wenn du diese Grundregeln beherzigst, kannst du deine Praktiken bewusst und verantwortungsvoll gestalten. Viel Erfolg und pass gut auf dich auf.
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